Hart aber fair? Das Grün ist Lila Kollektiv hat für Frank Plasbergs zweite offene Diskussionen über Feminismus und Gender Mainstreaming wenig übrig

Ist jegliche Kritik am Feminismus gleich unverzeihlicher Chauvinismus? Guter Stil ist es nicht gerade, wie das junge feministische Politikerinnen-Kollektiv „Grün ist Lila“ im Vorhinein über die gestrige Talkshow „Hart aber fair“ mit Frank Plasberg abgelästert hat. Es geht um mehr: Die Meinungs- und Pressefreiheit muss jederzeit gewahrt bleiben.

Der Moderator hatte vor einigen Monaten Feminismus zum Thema, doch die Sendung war nach Beschwerden kurzerhand aus der Mediathek gekegelt worden. Offenbar waren einige Äußerungen nicht politisch korrekt genug. Jetzt ist sie online wieder abrufbar und das Thema im Ersten zusätzlich als neue Sendung aufbereitet. Beides passt einigen wohl nicht.

Political Correctness schränkt Pressefreiheit unzulässig ein

Ist das Meinungsfreiheit, wenn für einige Gruppen unliebsame Sendungen über Feminismus und Gender Mainstreaming aus den Archiven verschwinden? Ist es „Bullshit“, wenn eine Sendung fairerweise „wiederholt“ wird und dort erneut für einige unliebsame Argumente geäußert werden?

Jörg Schönenborn, Fernsehdirektor des WDR, hatte die Löschung der ersten Sendung „Nieder mit den Ampelmännchen – Deutschland im Gleichheitswahn?“ am 24. August 2015 noch als „souveräne Entscheidung der Programmverantwortlichen“ verteidigt. Unjournalistischer geht es kaum. Später ruderte er zurück: „Die heftigen Reaktionen zeigen im Rückblick, dass die Entscheidung nicht richtig war“. „So etwas will ich nicht nochmal erleben“, sagte da der ebenfalls eingeladene WDR-Chef konsterniert. Die Sendung kam wieder in die Mediathek.

Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk insgesamt mit zu wenig Meinungsvielfalt

Und über den Streit selber machte Moderator Frank Plasberg kurzerhand eine eigene Sendung wiederholt. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes hart aber fair. Trotzdem ist es nur ein Tropfen auf den heißen Stein. In vielen Feldern ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk sehr einseitig und wenig offen für ein vielfältiges Meinungsspektrum, so wie es eigentlich sein Auftrag ist.

Offenbar ist aber immer noch keine Ruhe eingekehrt. Dass feministische Gruppen ihre Meinung kundtun ist nachvollziehbar und auch völlig in Ordnung. Dass sie aber über den Umweg von Beschwerden darüber befinden, welche Informationen gezeigt werden dürfen und welche nicht mehr, ist allerdings völlig inakzeptabel.

Das Bullshit-Bingo von Grün ist Lila, in der vor allem junge Politikerinnen von Bündnis 90 / Die Grünen sind, ist da noch ein vergleichsweise harmloser wenn auch bezeichnender Versuch, Gegenmeinungen lächerlich zu machen. Wo bleiben denn die sachlichen und einleuchtenden Argumente für ein umfassendes Gender Mainstreaming? In einer Demokratie sollte man lieber den Anstand haben, auch einem unangenehme Ansichten zumindest anzuhören und nicht schon präventiv darüber herzuziehen.

2 Gedanken zu „Hart aber fair? Das Grün ist Lila Kollektiv hat für Frank Plasbergs zweite offene Diskussionen über Feminismus und Gender Mainstreaming wenig übrig

  1. Hebel

    Herr Hofreiter hat wieder unter Betonung, dass er Biologe sei und deshalb man ihm glauben müsse, den Unsinn erwähnt, dass durch die „Genderforschung“ herausgekommen wäre, weibliche Kniegelenke würden ein anderes Implantat benötigen als männliche. Abgesehen davon, dass dies kein soziologisches sondern selbstverständlich ein medizinisches Problem ist (wer wollte den Frauenärzten und Ärztinnen ihre Berechtigung absprechen), liegt es doch auf der Hand, ebenso die beachtlichen Unterschiede in den beiden Gehirnen mit ihrem Einfluss auf das Verhalten mehr in Betracht zu ziehen.
    Die einseitig theoretisierende Gender Mainstreaming-Ideologie begeht jedoch den fundamentalen Irrtum, die als entscheidende menschliche Gegebenheit vorliegenden neurophysiologischen Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Mann völlig auszuklammern bzw. zu negieren.
    [Einzelheiten bezüglich unüberbrückbarer Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Mann sind in dem Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 6. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014: ISBN 978-3-9814303-9-4]

  2. Gassenreh

    Danke Hebel für den Hinweis auf das interessante Faktenbuch. Dort findet man auch, dass ein wenig ungesund für Frauen, Mütter und Kinder Gender Mainstreaming auch zu sein scheint. Zum Beispiel das Negieren bedeutsamer und dem Mann überlegener weiblicher Eigenschaften mit der Folge, dass häufig der Body nur noch wichtig wird. Vergessen der für Sprach- und Kognitiventwicklung wichtigen frühkindlichen Mutterbindung infolge des frühen flüssigkeitsgekoppelten Hörens des Foeten im Mutterleib (Muttersprache nicht Vatersprache!). Probleme durch Cortisolausschüttung (gefährliches Stresshormon) und Schlafmangel mit entsprechendem Wachstumshormonmangel von Krippenkindern mit Hippocampusminderung (Lernmaschine des Gehirns).
    Erschreckende Zunahme von Depressionen auch bei Kindern und Jugendlichen.
    [siehe „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ in: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 6. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015: ISBN 978-3-9814303-9-4 und „Es trifft Frauen und Kinder zuerst – Wie der Genderismus krank machen kann“, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015: ISBN 978- 3-945818-01-5]

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