Schlagwort-Archive: Energiepolitik

„Juhu!“ – Dorothee Bär von den neuen bayerischen Stromtrassen elektrisiert

Manchmal kann es auch ganz kurz sein: Dorothee Bär (37), für die CSU im Bundestag sitzend, twitterte mit „Juhu!“ nur 5 Zeichen. Das reicht wohl angesichts der Stromtrassen, die nicht mehr über-, sondern unterirdisch durch Bayern verlaufen sollen. Das hatte die CSU ja immer gewollt. Und damit das jedem gleich klar wird, hat Dorothee Bär den nicht gerade kleinen CSU-Flyer rund um Erdkabel gleich mitgepostet. Das ist mutig. Denn das Thema ist sperrig und Nutzer haben wenig Zeit, sich das KleinKlein durchzulesen. Weiterlesen

Abuzar Erdogan: „Die Türkei muss auf dem Weg in die EU noch Fortschritte machen“

Im Kreise der Genossen: Abuzar Erdogan (2.v.l.) mit u.a. dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (M.). Foto: SPD

Im Kreise der Genossen: Abuzar Erdogan (2.v.l.) mit u.a. dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (M.). Foto: SPD

Abuzar Erdogan will es wissen: Mit seinen erst 19 Jahren hat der Rosenheimer Student der Rechtswissenschaften fest vor, bei der kommenden Bundestagswahl für die BayernSPD ein Mandat zu holen. Mit Junge Politiker spricht Abuzar unter anderem über soziale Defizite in Deutschland, die Energiewende und Nelson Mandela. Weiterlesen

„Milliarden Menschen haben zwei Dollar pro Tag“: Kathrin Henneberger (24) von attac attackiert entfesselte Märkte

Sieht für politische Netzwerke eine große Zukunft: Kathrin Henneberger. Foto: privat

Sieht für politische Netzwerke eine große Zukunft: Kathrin Henneberger. Foto: Kathrin Henneberger

Nicht alle jungen Politiker sind nur in Parteien aktiv. Viele von ihnen sind heute auch in losen, oft rein virtuellen Netzwerken engagiert. Kathrin Henneberger, 24 Jahre alt und Geografiestudentin an der Freien Universität Berlin, macht etwa bei attac mit. Die 1998 in Frankreich als „Vereinigung zur Besteuerung von Finanztransaktionen im Interesse der BürgerInnen“ gegründete Nichtregierungsorganisation ist fast schon ein Urgestein in der jungen Riege der Globalisierungskritiker. Kathrin hier im Blog über Märkte ohne Fesseln, den Slogan „eine andere ist Welt ist möglich“ und unfehlbare Götter. Weiterlesen

Nach Kernschmelze in Japan: Für Grüne Jugend ist Atomausstieg noch längst nicht gegessen

Grenzwertig sind hier zum Glück nur die Kalorien: Kulinarisch korrekte "Atommeiler" soweit das Auge reicht. Foto: Landesverband Nordrhein-Westfalen von Bündnis 90/Die Grünen NRW (Creative Commons BY-SA 2.0)

Grenzwertig sind hier zum Glück nur die Kalorien: Kulinarisch korrekte „Atommeiler“ soweit das Auge reicht. Foto: „AKW’s wie sie uns schmecken“ von Landesverband Nordrhein-Westfalen von Bündnis 90/Die Grünen ; Lizenz: Creative Commons BY-SA 2.0

Das AKW-Moratorium endet diese Woche, und die Grüne Jugend bringt das Atom-Thema im Monat 3 nach Fukushima weiterhin zur Weißglut.

Sie kritisiert, dass das Enddatum des Atomausstiegs nicht 2022 sein dürfe: „Mit ihrem Beschluss liegt die Bundesregierung sogar über dem, was die Ethikkommission ihr vorgeschlagen hatte. Erst im März haben die Grünen beschlossen, dass sie bis 2017 aus der Atomkraft aussteigen wollen, weil das technisch und rechtlich machbar und politisch geboten ist. Diesem Datum muss die Bundesregierung entgegen kommen“, heißt es auf gruene-jugend.de.

Ob die schwarzgelbe Koalition das tut, das dürfte zu bezweifeln sein. Allerdings strengt sie sich zunehmend an, die Grünen mit deren eigenen Öko-Themen zu schlagen. So oder so: Die Atom-Diskussion dürfte noch lange nicht vom Tisch sein.

Stunde Null nach Fukushima: Neue Protestbewegung gegen Atomkraft mobilisiert junge Politiker von morgen

Plötzlich werden alle Parteien grün: Die wiederbelebte Anti-Atomkraft-Bewegung hat nach Fukushima die politische Landschaft erdrutschartig verändert. Foto: „Demozug ab Deutzer Bahnhof“ von Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen ; lizensiert unter CC BY SA 2.0

Harrisburg und Tschernobyl schienen schon fast vergessen, da kam es zur Katastrophe im japanischen Fukushima: In gleich mehreren Reaktorblöcken drohte die Kernschmelze bzw. ist bereits eingetreten. Soviel (Medien-)GAU war nie.

So mancher sieht darin bereits den Anfang vom Ende des Atomzeitalters. Auf jeden Fall markiert es den Beginn einer breiten und Generationen übergreifenden politischen Bewegung. Vor allem junge Protestler werden plötzlich zu jungen Politikern, die, von den aktuellen Ereignissen bewegt, Seite an Seite mit „Veteranen“ der Anti-AKW-Bewegung der 70er und 80er den Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg fordern. Der aktuelle politische Druck ist immens und hat – anders als in früheren Jahrzehnten – bereits in kurzer Zeit historische Veränderungen bewirkt und die Bundesrepublik ein Stückchen grüner gefärbt. Weiterlesen